13. September 1944 | Erster Transport ins KZ Salzgitter-Bad

Am 13. September 1944 kam in das bereits bestehende Lager 43 ein Transport mit ca. 270 Frauen aus dem Konzentrationslager Ravensbrück an. Dieses Lager wurde im Spätsommer 1944 umfunktioniert und als weiteres Außenlager im Salzgittergebiet des Stammlagers Neuengamme genutzt. Dieser erste Transport bestand vor allem aus Polinnen, die im Zuge des Warschauer Aufstandes festgenommen worden waren. Darunter auch mehrere Familienverbände. Die Frauen erhielten bei ihrer Ankunft neue Häftlingsnummern aus dem Stammlager Neuengamme. Die SS zwang auch hier die Häftlinge zur Arbeit, sie mussten in der Rüstungsproduktion in der AG für Bergbau- und Hüttenbedarf und im Kleineisenwerk am Gittertor arbeiten. Untergebracht waren sie in vier Baracken. Nach einem weiteren Transport im Oktober betrug die Belegungsstärke etwa 500 weibliche Häftlinge.

 

Einige Geschichten von Frauen aus dem Transport vom 13. September 1944 konnten inzwischen genauer recherchiert werden:

Anna Budzik
„Emigrated to USA via Bremen-Grohn“

Wanda Benkowska
„Schicksal ungeklärt“

Irena Antonia Lubkowska
„30.4.1908, Od Babki“

Barbara Dobrowolska
„Tod in Celle

Jadwiga Burtzywska
„Befreit in Bergen-Belsen“

23. August 1944 | Transport ins KZ bei Gebhardshagen

Am 23. August 1944 überstellte die SS Edmond Mahieu aus dem KZ Neuengamme in das Außenlager bei Gebhardshagen.

Mahieu wurde am 23. Juni 1920 in Caen (Frankreich) geboren. Nach seiner Schulzeit schlug er die Offizierslaufbahn ein. Er schloss sich der Résistance an und leitete zuletzt eine Gruppe der „Organisation de Résistance de l’Armée“. Weiterlesen →

Standprobe

Seit gut drei Wochen stehen diese Papp-Modelle zur Begutachtung in den neuen Räumen der Gedenkstätte. Angefertigt wurden sie von den Gestaltern Hinz & Kunst und dem Architekturbüro Kleineberg.

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Verortung: Reichswerke-Lager in Salzgitter

Wie viele Barackenlager gab es in der heutigen Stadt Salzgitter? Welche unterstanden direkt den Reichswerken Hermann Göring? In der künftigen Ausstellung der Gedenkstätte KZ Drütte wird eine Wandkarte diese rund 60 Arbeiterlager, vier KZ-Außenlager sowie das Arbeitserziehungslager verorten. Weiterlesen →

„Großes Team“ zur Neugestaltung

Für die Gestaltung der neuen Ausstellung arbeitet ein interdisziplinäres Teams zusammen. Es besteht aus:

  • Bernhard Wildemann und Patrick Klose von der  Glückauf Immobilien GmbH
  • Uwe Kleineberg mit Kolleg*innen des Büros Kleineberg GmbH & Co KG Architekten und Ingenieure
  • Isabel Bischoff und Dirk Laube von Hinz & Kunst Graphische Werkstatt GmbH
  • Horst Ludewig vom Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V.
  • und aus den Historikerinnen der Gedenkstätte.

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Verstärkung im Team

Dank der zusätzlichen Projektförderung der Stiftung Niedersachsen war es möglich, dass Team um eine weitere wissenschaftliche Mitarbeiterin (50%) zu ergänzen. Weiterlesen →

Spuren suchen

Nachdem die Rückbauarbeiten beendet wurden, hat sich der Staub gelegt und damit vor allem die Bodenspuren der verschiedenen Räume des ehemaligen Krankenreviers verdeckt. Weiterlesen →

Forschung | Das KZ bei Gebhardshagen

Über das KZ-Außenlager westlich von Gebhardshagen ist sehr wenig bekannt. Auch in der bisherigen Ausstellung der Gedenkstätte fehlt es bislang. Entsprechend liegt hier derzeit ein Forschungsschwerpunkt. Weiterlesen →

Wer findet den Unterschied?

Die Rückbauarbeiten sind fertig! Kleine, große, graue und bunte neue Spuren tauchen auf. Der historische Raum stellt sich selbst als letzter Zeitzeuge vor. Er scheint breiter, höher und heller zu sein.

Neue Fragen beschäftigen die Historiker, die Architekten und die Gestalter. Nun war der Rückbau das Ende der ersten Phase. Weitere Untersuchungen, Recherchen, Bauarbeiten und rege Diskussionen sind auf den Tisch. Weiterlesen →

Exponate | Der Füller

„Ein begabter Schüler“

Fleißig sei der Belgier Franciscus Broothaers gewesen. Als fünftes von elf Kindern kam er am 9. April 1925 zur Welt. Zusammen mit seinem älteren Bruder folgte er dem Vater Ende 1940 zur Arbeit ins Deutsche Reich. Den blauen Füllfederhalter hatte er sich dort von seinem Lohn gekauft. Weiterlesen →